Hülsenfrüchte

zählen zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Klassisch kennen wir sie als Erbsen, Bohnen und Linsen, die klein körnigen Samen als Alfalfa und Bockshornklee (Keimsaaten) und die Hülsenfrüchte als Erdnüsse und Johannisbrot (Carob).

Hülsenfrüchte sind Schmetterlingsblütler und lieben trockenes und heißes Klima und gedeihen auf relativ nährstoffarmen Böden in Asien, Nord- und Südamerika. Sie sammeln Stickstoff und reichern den Boden damit an indem sie Knöllchenbakterien anhäufen und tragen so zu einer entscheidenden Bodenverbesserung in der Landwirtschaft bei.

Sie sollten einen fixen Bestandteil in unserer Ernährung einnehmen (mindesten 10% unserer täglichen Nahrung). Sie sind ernährungsphysiologisch sehr wertvoll. Kaum eine Pflanze liefert soviel Eiweiß und wertvolle Nährstoffe. Dabei enthalten sie kaum Fett (ausgenommen Sojabohnen). Die Kombination von Getreidegerichten mit Hülsenfrüchten schmeckt nicht nur hervorragend, sondern erhöht die Eiweißverwertbarkeit.

Entgegen aller Vorurteile machen Hülsenfrüchte genau wie auch Getreide nicht dick, sondern geben Energie und Kraft, Kinder gedeihen kräftig und in der Sportnahrung sind sie sehr geschätzt, wegen dem hohen pflanzlichen Eiweißgehalt.

Hinweis: Hülsenfrüchte aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA, AT-Bio 301) schmecken besonders aromatisch, weisen keine Schadstoffrückstände auf und wurden auch nicht geschält. Gerade in der Schale verbergen sich wichtige Inhaltsstoffe. Dagegen sind Hülsenfrüchte aus konventionellem Anbau oftmals geschält, haben dann keine Keimfähigkeit mehr (es fehlt die „Lebensenergie, das wichtige Chi“) und sie sind dann auch nicht mehr „vollwertig“.